As mentioned in the previous post I’ve found two interesting articles in the magazine Unicum. So this part is about the application for employment. What you can do wrong and how you should do it right is described in six paragraphs (in German).
1. Foto
Falsch:
Als Bewerbungsfoto nehme ich eines von meinem letzten Sommerurlaub – da sehe ich so entspannt und braun gebrannt aus. Das imponiert den Human Resource-Berater bestimmt.
Richtig:
“Alles, was auf dem Bewerbungsfoto zu sehen ist, kommuniziert und informiert. Der Blick in die Kamera, die Frisur, die Kleidung, der Hintergrund, all diese Punkte liefern Informationen über den Bewerber und beeinflussen sein Bild von ihm. Lassen Sie deshalb ein gutes, authentisches Porträtfoto von einem Fotografen von sich machen. Falls Sie Ihr Bewerbungsfoto von einem Fotografen einscannen und mit einem (Farb-) Laserdrucker ausdrucken, muss die Bildqualität der eines richtigen Bewerbungsfotos entsprechen.” (Doris Ehrensberger-Urbach, HUGO BOSS AG, Head of Human Resources)
2. Lebenslauf
Falsch:
Meinen Lebenslauf habe ich einmal erstellt, abgespeichert und schicke die drei Seiten zu jedem Arbeitgeber.
Richtig:
“Der Lebenslauf ist ausschlaggebend für die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Wenn er wirklich überzeugen soll, sollten Sie ihn möglichst individuell und aktuell auf den angepeilten Arbetisplatz zuschneiden. Der Lebenslauf sollte tabellarisch gestaffelt sein und alle möglichen Fragen zu Ihrem Werdegang klar, knapp und auf nicht mehr als zwei DIN A4-Seiten übersichtlich beantworten.” (Doris Ehrensberger-Urbach, HUGO BOSS)
3. Anschreiben
Falsch:
Die Anrede in meinem Anschreiben betitele ich grundsätzlich mit “Sehr geehrte Damen und Herren”.
Richtig:
“In Zeiten der schriftlichen Bewerbung zeigt eine persönliche Ansprache, dass man sich mit dem Unternehmen im Vorfeld beschäftigt hat, was stets positiv zu bewerten ist. Die Angabe falscher Ansprechpartner ist dabei natürlich kontraproduktiv. Da heute fast ausschließlich Bewerbungen online erfolgen, ist eine persönliche Ansprache kaum mehr möglich. Gleichwohl hinterlässt es einen positiven Eindruck, wenn der Bewerber im Vorfeld seiner Bewerbung Kontakt zum Unternehmen aufgenommen hat und sich darauf im (Online-) Anschreiben bezieht. Das zeigt, dass er sich bereits eingehend über das Profil des Unternehmens informiert hat und er ein besonderers Interesse am Unternehmen zeigt.” (Kirsten Weisbender, Commerzbank AG, Leiterin Hochschulmarketing)
4. Hobbys
Falsch:
Ich soll meine Hobbys in den Lebenslauf schreiben? Das geht den Chef doch nichts an! Da schreibe ich lieber nichts hin.
Richtig:
“Hobbys liefern stets erste – natürlich nicht abschließende – Anhaltspunkte zur Persönlichkeitsstruktur des Bewerbers. So können Hobbys, die mit einem ehrenamtlichen Engagement verbunden sind, Hinweise auf das soziale Verantwortungsbewusstsein des Bewerbers geben. Ist hingegen “Glücksspiel” ein Hobby des Bewerbers, so macht sich dies in der Bewerbung gerade bei einem Finanzinstitut weniger gut. Sich intensiv während der Freizeit einem Hobby zu widmen, ist jedoch grundsätzlich positiv zu bewerten, eine Angabe im Lebenslauf insofern sinnvoll.” (Kirsten Weisbender, Commerzbank)
5. Anlagen
Falsch:
In die Bewerbung gehören neben Anschreiben und Lebenslauf natürlich auch Anlagen. Ich lege alle Bescheinigungen, Zeugnisse, Arbeitsproben, Empfehlungsschreiben aus meiner Schullaufbahn, der Ausbildungszeit, meinen beruflichen Stationen und auch ehrenamtlichen Tätigkeiten bei, die ich irgendwann einmal bekommen habe.
Richtig:
“Die Auswahl der beigelegten Anlagen sind auf die Anforderungen der Stellenausschreibung abgestimmt. Abschlusszeugnisse von Schule, Ausbildung oder Universität sollten in jedem Fall dabei sein. Auch alle Arbeitszeugnisse, die sie von Arbeitgebern beispielsweise nach einem Praktikum bekommen haben.
Teilnahmebescheinigungen für Seminarbesuche hingegen, Arbeitsproben oder Ihre Diplomarbeit legen Sie bitte nur bei, wenn die Inhate in direktem Zusammenhang mit der ausgeschriebenen Stelle stehen. Hier reicht in der Regel eine Erwähnung im Lebenslauf.” (Barbara Weidenbrück, Personalmarketing, Gothaer Konzern)
6. Mappe
Falsch:
Wenn ich mich bewerbe, dann in jedem Fall per Post mit einer Bewerbungsmappe. Sie hat die meiste Aussagekraft.
Richtig:
“Wenn Sie eine interessante Stellenausschreibung lesen, auf die Sie sich gerne bewerben möchten, informieren Sie sich unbedingt vorher, welchen Bewerbungskanal das Unternehmen bevorzugt. Immer öfter steht in der Anzeige “bevorzugt online”. In dem Fall hat das Unternehmen einen Bereich auf seiner Webseite, wo Bewerber die Möglichkeit haben, Dateien hoch zu laden. Dies ist häufig sehr professionalisiert und leicht zu bedienen. Und kostet nichts: keine Kopien, kein Porto, keine Mappe (die ohnehin meist nach der ersten Bewerbung nicht mehr benutzt werden kann). Und – der HR-Berater dankt es Ihnen.” (Barbara Weidenbrück, Gothaer Konzern).